Drei Kurzrezensionen – Horrorclowns, Weihnachtsbäume und eine unglaubliche Geschichte

Da ich diese Form der Rezensionen selbst gerne lese, möchte ich wieder öfter ein paar Kurzrezensionen hier einbauen. Und generell wieder ein bisschen mehr Büchercontent! 

Heute geht es mal um Romane, etwas was ich in letzter Zeit ja deutlich seltener gelesen habe da mein Augenmerk vor allem auf Sachbüchern lag. 

 

Angefangen mit einem Buch, an welchem ich eeeeewig gelesen habe. „Es“ von Stephen King – spätestens seit der Neuverfilmung von letztem Herbst kennt die Geschichte um die sieben Kinder/Jugendlichen aus Derry und dem Horrorclown dahinter wohl jeder.

„In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.“ – Klappentext

Und genau das war auch mein Problem, ich war zuerst im Kino und hatte dann noch das Buch zuhause liegen. Es gibt zwar massenhaft Unterschiede zwischen Buch und Film, die Grundstory bleibt logischerweise aber die selbe und dass hat es für mich extrem anstrengend gemacht, das Buch zu lesen. Weil es auch keine kurze Geschichte ist – es hat einfach mal 1530 Seiten! Und obwohl es wirklich extrem gut geschrieben ist kam ich einfach nie so richtig rein. Ich glaube wenn man noch nichts von der Geschichte weiß ist das ein absolut unglaubliches Leseereignis, aber wenn man kurz vorher erst den Film gesehen hat und alle großen Plottwists kennt ist es kein besonders großer Lesespaß. Was allerdings wirklich hängen geblieben ist, ist das Ende vom Buch! Es ist definitiv ganz anders als im Film und sowas von abgefuckt und verstörend. Allen, die noch nicht zu viel von der Geschichte kennen, lege ich das Buch auf Grund der mitreißenden Schreibweise nahe. Glaube, dass es selbst für Horror-Neulinge eine sehr gute Geschichte sein kann, die einen wirklich gruselt. Fast ohne Splatter Horror! Allerdings werden wenig-Leser sehr lange an diesem Schinken zu kauen haben; es ist definitiv keine Geschichte für zwischendurch.

Hier geht es zum Buch!

 

Weiter geht es mit einem Buch, welches ich tatsächlich letzten Winter gelesen habe – passend zur Weihnachtszeit. „Dein Leuchten“ von Jay Asher. Hier muss ich gestehen, dass es ein letzter verzweifelter Versuch war, der ganzen Romance-Schiene etwas abzugewinnen. Dieses Buch war um Weihnachten 2016 so gehypet und ich wollte einfach mal all in gehen und einen Versuch wagen.

„Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …“ – Klappentext

Und ich muss sagen, es war eine ganz süße Geschichte, die ich innerhalb von zwei Tagen beendet hatte. Es war wirklich ein Recht schönes Leseerlebnis, so eingekuschelt auf der Couch mit einem Tee und Kerzen auf dem Tisch. Aber die Geschichte an für sich hat nicht wirklich etwas Besonderes – ich denke jeder der mehr Romance liest wird sich hier relativ langweilen, weil es wirklich keine außergewöhnliche Story ist. Auch die Charaktere sind alle eher oberflächlich gezeichnet und haben mich nicht tiefer gehend berühren können. Das klingt jetzt alles sehr negativ, was es gar nicht sein soll. Es war schön, dieses Buch zu lesen (und anzuschauen, ich mag das Cover sehr) und es hat definitiv zur Weihnachtsstimmung beigetragen – jedoch sollte man hier keine weltbewegende Geschichte erwarten sondern lediglich eine schöne, kurzweilige Liebesgeschichte für zwischendurch. War eine Erfahrung wert aber für mich persönlich besteht kein Wiederholungsbedarf. Link zum Buch!

 

Und wie es nun mal sein sollte – das Beste kommt zum Schluss. Auch hier ein Buch, was ich schon vor längerer Zeit beendet habe. Seit ich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ gelesen habe stand für mich fest, dass Jonas Jonasson ein sehr lesenswerter Autor ist. Weswegen ich mir „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ unbedingt zulegen musste.

„Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh sterben würde. Aber Nombeko war ein Rechengenie – und schon bald lag das Schicksal der Welt in ihren Händen …“- Klappentext

Wie erwartet und erhofft ist es der gleiche Humor und auch von der Geschichte wurde ich nicht enttäuscht. Sie ist ähnlich verrückt und amüsant wie die vom Hundertjährigen und hat ebenso auch ihre ernsten Momente und Denkanstöße. Auch hier stolpert man immer wieder über bekannte Namen und Ereignisse der Geschichte und nimmt somit auch etwas politisches aus dem Buch mit. Trotz aller ernsten Aspekte wird hier humorvoll und amüsant ein Buch präsentiert, was einen mit guter Laune zurück lässt. Sehr ähnlich wie beim Hundertjährigen – leider eeeetwas zu ähnlich muss man sagen. Und wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer den Hundertjährigen vorziehen und weiter empfehlen. Das war damals einfach ein Leseerlebnis, welches die Analphabetin lediglich nachahmen kann. 

Hier gehts zum Buch!

 

 

Alle drei Bücher wurden mir kostenlos als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt – Danke dafür ans Bloggerportal! 

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