Umwelt im Alltag schützen – Kleinigkeiten, die dir Mutter Erde danken wird

Puh, ich habe gestern „Mother!“ gesehen (aufmerksame Leser wissen jetzt, dass dieser Beitrag hier schon Monate alt ist :D) und jetzt ist mir der Umweltschutz wieder vor Augen geführt worden. Auch ich habe noch einen extrem langen Weg vor mir aber es gibt einige Kleinigkeiten die man tun kann, um der Erde etwas Gutes zu tun. Ich bin ja schließlich ein Fan von kleinen, aber kontinuierlichen Schritten 😉

Fangen wir an mit den Klassikern, die jeder kennt und trotzdem nur wenige einhalten:

Spare Strom! Das kann bei Kleinigkeiten wie dem Licht in ungenutzten Räumen beginnen und bei Neuanschaffungen enden, bei denen man definitiv auf die Energieklasse achten sollte. Es ist die alte Leier – schalte Standby aus, koche mit einem Deckel, überlege was wirklich notwendig ist (zum Beispiel der Trocknergang) etc. Wenn du einen Geschirrspüler hast, beende ihn während dem Trocknungsvorgang und lasse dein Geschirr an der Luft trocknen. Spart eine Menge Strom und funktioniert auch. Dein Geldbeutel und die Erde wird es dir danken! Außerdem solltest du dich über deinen Stromanbieter informieren, mittlerweile gibt es auch Ökostrom sehr günstig und das Umsteigen ist gar nicht so schwer wie ich immer dachte. Wir beziehen mittlerweile übrigens Greenpeace-Strom. 

Spare Wasser! Reduziere die Badegänge, denn in eine Badewanne gehen so viel Liter wie der Durchschnittsmensch am Tag verbraucht (und die Menge sollte man noch reduzieren). Halte das Duschen kurz, dreh das Wasser während dem Rasieren ab und lass das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen. Tatsächlich sind Spülmaschinen wassersparender als von Handspülen (und außerdem auch so viel angenehmer!). Schau mal, ob es an deiner Waschmaschine eine „Eco“ Programm gibt und generell solltest du so kalt wie möglich waschen (Stromsparen und so).

Spare Heizenergie! Auch ein Klassiker – versuche so wenig wie möglich aber gerade genug zu heizen. Was soll das denn jetzt heißen? Heize deinen Wohnraum so, dass du dich gerne darin aufhältst. Auch das Bad darf gerne ein bisschen wärmer sein, in den zwei Räumen kannst du die Heizung auf 2,5-3 stellen. In allen anderen Räumen reicht 1-2 völlig aus! Damit das funktioniert sollten die Türen von den beheizten Räumen allerdings geschlossen sein, logisch, oder? Und wenn du mal verreist oder übers Wochenende weg bist, solltest du die Heizung mindestens auf 1- 1,5 herunterfahren. Was auch sehr wichtig ist, ist die Isolierung! Wahrscheinlich wohnen die meisten von uns aber in einer Mietwohnung und können nicht mal eben schnell die Wände oder das Dach isolieren lassen. Aber du kannst dir deine Heizungsnische anschauen und dort gegebenenfalls eine Isoliertapete anbringen! Gegebenenfalls kannst du das mit deinem Vermieter absprechen, aber das sollte in den meisten Fällen kein Problem sein.

Reduziere deinen (Verpackungs-)Müll! Wir alle machen jeden Tag Müll in irgendeiner Form, du kannst dir vorstellen, wie viel da pro Person in einem Jahr zusammenkommt. Seit Deutschland seinen Müll nicht mehr nach China exportieren kann, haben wir zusätzlich auch noch ein Recyclingproblem *hust*, somit ist es mit bloßer Mülltrennung nicht getan und am besten ist es, so wenig Müll wie möglich zu machen. Klicke hier und du kommst zu meinem Artikel in dem ich ganz viele Tipps zur Plastikmüllvermeidung gemacht habe.

Verwende natürliche Putzmittel! Wenn du wie ich in einer Gegend mit sehr hartem Wasser wohnst, kennst du Kalkflecken wahrscheinlich nur zu gut. Dagegen hilft zum Beispiel Essigessenz so extrem gut und man muss sich keinen Fertigreiniger kaufen, der voll mit unnötigen Inhaltstoffen ist und zudem noch in einer Plastiksprühflasche daher kommt. Hier hilft es, wenn du einfach mal bei deinen Großeltern nachfragst, die haben nämlich für fast alles tolle Haushaltsmittel. Die Essentials, mit denen du quasi alles reinigen kannst sind Natron, Soda, Citronensäure, Essigessenz aber auch die richtigen Putzutensilien wie zum Beispiel ein Kaltwassertuch, womit du Spiegel und Scheiben ganz ohne Putzmittel streifenfrei sauber bekommst. 

Kaufe insgesamt weniger! Das hat mehrere Vorteile – es fällt insgesamt weniger Müll an, da sowohl das eigentliche Teil nicht von dir weggeworfen wird als auch seine Verpackung. Aber es muss auch gar nicht erst produziert werden und spart somit Ressourcen. Überlege dir daher vor dem Kauf immer genau, ob du etwas wirklich haben willst und/oder es brauchst. Gerade bei Dekoartikeln sollte man es doppelt und dreifach überdenken ob es sich dafür lohnt, die Ressourcen zu verwenden. Außerdem solltest du versuchen, die Teile die du bereits besitzt, so gut wie es geht zu pflegen, sodass sie dir lange erhalten bleiben. Beispielsweise kannst du dir  in den meisten Fällen für wenige Euro deine Schuhe beim Schuhmacher wieder flicken lassen und kannst ihre Lebenszeit so um einiges verlängern.

Recycle und Upcycle! Auf den zweiten Begriff bin ich damals tatsächlich erst durch die Glasflaschen von Truefruits gestoßen, die auf ihren Flaschen explizit stehen haben, dass man sie wiederverwerten soll. Und sie liefern auch direkt ein paar Vorschläge für ihre Flaschen, zum Beispiel kann man sie als Vorratsgläser verwenden. Eigentlich ein ganz einfaches System, dass wir alle kennen aber nur selten beherzigen. 

Kaufe Secondhand! Auch dadurch kannst du die Lebensspanne der Artikel deutlich verlängern und schonst somit Ressourcen und vermeidest Müll. Auch aus sozialer Sicht kann Secondhand eine gute Alternative sein, wenn man sich Fairtradekleidung nicht leisten kann aber die unmenschlichen Arbeitsbedingungen von quasi allen großen Marken nicht unterstützen will. 

Iss weniger Tierprodukte! Seit Vegan-Sein ein Trend wurde, hat man ja eigentlich mitbekommen, wie schlecht Fleisch, Milch und Eier nicht nur für die Tiere sondern auch für die Umwelt sind. Es benötigt einfach so unglaublich viel Energie, Rohstoffe und Wasser um verhältnismäßig winzige Mengen Fleisch oder Milch zu gewinnen. Zudem geht der Großteil des Getreideanbaus nicht in die Ernährung von Menschen sondern wird als Viehfutter verwendet um im Endeffekt deutlich weniger herauszubekommen (ca. 16 Kilo Getreide = 1 Kilo Fleisch). Riesige Flächen im Regenwald werden zur Landgewinnung genutzt um dort zum Beispiel Soja anzubauen und das NICHT um damit Tofu für die doofen Vegetarier zu machen, sondern um es in der Massentierhaltung zu verfüttern. 

Vermeide Palmöl! Das ist ein großer Vorsatz für mein 2018, vermehrt auf Palmöl zu achten. Leider ist es in gefühlt jedem Fertigprodukt dieser Welt mittlerweile enthalten und paradoxerweise auch in sehr vielen veganen Produkten. Dabei schadet Palmöl Menschen, Tieren und der Erde und sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Die Regenwaldabholzung und Lebensraumzerstörung von Tieren UND Menschen für Palmölplantagen ist absolut unverhältnismäßig, wenn man betrachtet, wofür es verwendet wird. 

Lass das Auto stehen! Ja, ich weiß, das hört man ständig. Mehr mit dem Rad fahren, kurze Strecken laufen, öfter die Öffentlichen nutzen. Und trotzdem platzen die Innenstädte, die Parksituation ist fast überall grottig. Dabei ist es gerade in Städten so einfach, entweder gar kein Auto zu besitzen oder es nur selten zu benutzen. Da ich vom Land komme weiß ich, dass man dort quasi drauf angewiesen ist, aber selbst dort kann man mehr mit Fahrgemeinschaften arbeiten. Aber in Städten ist es meistens nicht notwendig sondern lediglich komfortabler (und selbst das nicht, die meisten Wege unter 2 Kilometer sind mit dem Rad viel schneller als mit dem Auto, vor allem wenn man dann irgendwo einen Parkplatz suchen muss oder zu Stoßzeiten fahren muss. 

Nutze Ecosia! Das ist eine Suchmaschine, die sehr ähnlich aussieht wie Google und auch genauso funktionierst. Du gibst was ein und bekommst Ergebnisse. Der große Unterschied ist – Ecosia nimmt einen großen Teil der Einnahmen (ja, durch deine simplen Suchanfragen und Klicks auf Links bekommen Suchanfragen Geld) und unterstützt damit Umweltprojekte. Allen voran das „Plant a Billion Trees“ Projekt von The Nature Conservancy und hat dadurch schon über 20 Millionen Bäume gepflanzt. Alle 1,7 Sekunden einen laut ihrer Statistik. Und jaaa, da ist mit Sicherheit auch nicht alles zu 100% perfekt aber es ist definitiv besser als nichts. Du selbst musst dafür nicht mal etwas tun und merkst quasi keine Veränderung, also warum nicht?

Spende! Wenn du nicht willst, dass deine Suchanfrage Geld an bestimmte Projekte spendet, kannst du das natürlich auch selbst machen. Die liebe Alicia von Alicia im Wunderland hat zum Beispiel eine Tigerpatenschaft beim WWF aber es gibt unglaublich viele verschiedene Projekte und Organisationen die auf Spenden angewiesen sind. Informiere dich vorher genau, was für dich in Frage kommt. Wenn du zu skeptisch bist „ob dein Geld auch wirklich ankommt“ kannst du dir auch lokale Projekte suchen und dort mal vorbeischauen. Vielleicht hast du dann ja sogar Lust, selbst aktiv zu werden. 

Pflanze Wildblumen! Für Bienen und andere Insekten wird es besonders in Städten immer schwieriger, Lebensräume und Nahrung zu finden. Wenn du einen Garten oder Balkon hast, nutze die Fläche doch, um ein bisschen „unberührte Natur“ künstlich zu erschaffen und die heimischen Insekten zu unterstützen. Auch wenn du sie vielleicht persönlich nicht magst, sie sind unglaublich wichtig für das komplette Ökosystem. 

 

Hast du sonst noch Ideen, die einfach im Alltag umzusetzen sind? 🙂

2 Kommentare zu „Umwelt im Alltag schützen – Kleinigkeiten, die dir Mutter Erde danken wird“

  1. Ich versuche aktiv im Haushalt zu sparen.
    Am liebsten würde ich auch Verpackungen reduzieren, leider ist der Unverpackt Laden ziemlich weit weg von meiner Wohnung, sonst würde ich noch viel mehr dort einkaufen.
    Ich liebe Secondhand – ob Bücher, Klamotten oder andere Dinge, ich liebe es, dass es für den kleinen Studentengeldbeutel oft gute Angebote gibt.

    Vielen Dank für die ganzen tollen Tipps – einige Dinge werde ich in Zukunft noch ausprobieren z.B. Ecosia!
    LG
    Babsi

    1. Hey! Danke für deinen Kommentar 🙂
      Ja ich wünschte ich hätte auch einen unverpacktladen in der Nähe. Zum Glück kann man aber eigentlich in jedem Supermarkt zumindest stark reduzieren, wenn man sich einfach genau umschaut. Aber macht es auf jeden Fall etwas anstrengender.

      Stimmt, Secondhand ist auch für den geldbeutel echt gut 😀

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