Gelesen, Gesehen, Gehört im Februar und März 2018 – Von Kindheit, Kunstfälschern und Berührungsmagierinnen

Oh maaaaan, was waren das denn für zwei Monate. Im März habe ich einfach nur eineinhalb Bücher gelesen bekommen… Himmel. Da merkt man, dass mein Gemütszustand nicht so gut war. Aber jetzt geht’s mir wieder besser, weswegen der April wohl auch wieder besser anläuft 😊

Angefangen hat der Monat Februar so, wie der Januar geendet hat: Mit Ernährungs- und Fitnessbüchern. Da hätten wir zum einen „Strong is sexy“ von Mintra Mattison gehabt, aber hierzu habe ich schon separat einen eigenen Beitrag geschrieben. Auch das folgende Buch, „Die Eat Clean-Diät“ von Tosca Reno, wird in dem Beitrag dann ausführlich besprochen. Aber so viel sei gesagt – das war das schlechteste Buch in der Richtung, das ich JE gelesen habe. Einfach so viel Bullshit und FALSCHE Informationen, da komme ich nicht mit zurecht. Und Leute die sich auf dem Gebiet nicht auskennen glauben dann alles, was dadrin steht. Hilfe.

Naja das nächste Leseerlebnis war dann wieder besser. Es geht um „Mind Blown“ von Matthew Santoro, der anscheinend auch einen sehr erfolgreichen Youtube-Kanal betreibt. Das hab ich allerdings erst durchs Vorwort erfahren, denn gekauft habe ich das Buch, da der Untertitel mit den 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums wirbt. Das konnte ich mir ja wohl nicht entgehen lassen. Definitiv gab es dort mehr als genug Punkte, von denen ich noch nie etwas gehört habe, aber dem Untertitel werden sie trotzdem nicht gerecht. Das waren die ganz normalen „Unnützes Wissen“-Fakten, die man mal gelesen hat und bei Gelegenheit in den Raum werfen kann. Aber das wars dann auch mit dem Lerneffekt – denn da jeder Punkt nur höchstens eine halbe bis eine Seite zur Verfügung hat, kann man die Begebenheiten nicht wirklich erklären und man erfährt nur sehr wenig Hintergrundwissen. Also wenn jemand deine Anekdote aus dem Buch hinterfragt, wirst du nicht in der Lage sein, diese Fragen zu beantworten.

Als nächstes kam wieder eine riesen Enttäuschung für mich: „Die Farbe Rot“ von Gerd Koenen. Ein über 1100 Seiten dickes Buch mit Bibeldünnen Seiten und kleiner Schrift, definitiv nichts für nebenbei. Es geht um die Geschichte des Kommunismus und ich dachte mir, wenn man das Buch erstmal gelesen hat, dann weiß man definitiv über das Thema Bescheid. Das Problem ist auch hier wieder wie bei „Herrschaft der Dinge“ damals, dass es einfach vieeeeeeeeel zu umfassend für einen ganz normalen Leser ist. Ich kann mir das Buch super in der Unibib vorstellen aber für den Otto Normalleser ist das ein absoluter Overkill. Deswegen habe ich das Buch nach knapp 340 Seiten abgebrochen und bin dadurch in eine richtig miese Leseflaute gerutscht, da ich es HASSE Bücher abzubrechen.

Um mir da wieder rauszuhelfen habe ich zu einem Stück meiner Kindheit gegriffen. Meine absoluten Lieblinge, sie sind schon 7467589320 gelesen und sehen auch dementsprechend aus ABER ich liebe sie einfach immer noch – Die Rede ist von W.I.T.C.H. Comics! Bitte sag mir, dass du die auch kennst 😀 Die Comics stehen einfach für meine komplette Kindheit und Jugend, ich hatte ALLE Comics von Anfang bis fast zum Schluss. Leider hat man gemerkt, dass sich zum Ende hin keine Mühe mehr mit den Stories gegeben wurde, weswegen ich irgendwann schweren Herzens mit 15 oder so mein Abo gekündigt habe.
Die ersten vier Sammelbände haben mich gut aus meiner Leseflaute begleitet 😊

Komplett gelesen habe ich danach „Der beste Tag meines Lebens“ – Dessen Cover ich übrigens absolut schön finde. Der Klappentext hat mich so an die Serie „Atypical“ erinnert, dass ich es einfach kaufen musste! Die Serie hat mir extrem gefallen und das ganze Autismus Thema interessiert mich derzeit sehr. Dieses Buch ist eher für Jugendliche geschrieben, was man definitiv am Schreibstil merkt. Aber gerade dadurch war es ein schönes, leichtes Buch für 1-2 Tage Lesespaß, welches mich mit einem guten Gefühl zurückgelassen hat.

Nebenbei habe ich immer mal wieder ein Märchen aus „Die Welt der Märchen“ von Michael Köhlmeier gelesen und was soll ich sagen – es sind nun mal Märchen und somit wunderschön zu lesen. Das Schöne hierbei: Michael Köhlmeier hat nicht nur die bekannten Märchen von Grimm, Hans Christian Andersen und den Geschichten von 1001 Nacht gesammelt, sondern auch unbekanntere, zum Beispiel isländische Sagen. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht das komplette Buch gelesen habe, da ich persönlich immer nur dann und wann mal ein Märchen lese und nicht das ganze Buch hintereinander lesen möchte.
Die Aufmachung des Buchs ist so eine Sache. Ich habe die Taschenbuchausgabe und ich muss ganz ehrlich sagen, dass dadurch das „Märchengefühl“ einfach ein bisschen verloren geht, weil ich bei Märchen an meine Kindheit denke und an die großen, schweren Hardcover mit tollen Illustrationen drin. Irgendwie gehört das für mich zusammen. Man könnte jetzt argumentieren, dass das Taschenbuch dann gut für unterwegs ist (es ist sicher besser als die beschriebenen Hardcover) aber es ist trotzdem noch ein richtig dickes Buch mit seinen 736 Seiten und daher nur bedingt was für unterwegs.

Es geht endlich weiter mit Shadowhunters!  Mein Guilty-Pleasure 😀 Denn ich weiß, dass die Serie (besonders die erste Staffel) nicht gut produziert ist und es auch in den neuen Folgen noch einiges an Nachholbedarf gibt. Jedoch liebe ich die Geschichte, das Universum und die Charaktere zu sehr, als dass mich das abhalten würde. Die Wahl der Schauspieler finde ich halt echt gelungen. Allerdings hab ich mit meiner Nichte ein paar Folgen geschaut und weil sie noch nicht allzu gut englisch kann, haben wir uns für die deutsche Synchro entschieden. HOLY MOLY WIE KACKE IST DIE DENN? Die Leute auf Twitter haben wohl mitbekommen, dass mich das echt schockiert hat… 😀

Naja, außerdem habe ich auch die neusten Folgen Riverdale brav geschaut, aber ich muss leider zugeben, dass die Serie mich langsam verliert. Ich kann nicht mal genau sagen, was mir nicht gefällt, aber irgendwie sagt es mir nicht mehr zu. Alles wirkt so random und Zusammenhangslos, das nervt.

Außerdem habe ich „Mother!“ gesehen, ein Thriller von Darren Aronofsky (der Typ, der auch Pi und Black Swan gemacht hat) und ICH BIN BEGEISTERT! Gehört definitiv zu meinen Lieblingen. Ich weiß, die Meinungen gehen stark auseinander, aber ich denke alle können sich darauf einigen, dass es ein Film zum Nachdenken und Interpretieren ist. Den ganzen Film über sitzt man einfach nur da und denkt sich wtf geht hier ab und man bekommt zu keinem Zeitpunkt (auch nicht am Ende) erklärt, um was es eigentlich wirklich geht. Großartig gemacht und es vermittelt, sobald man es verstanden hat, eine wichtige Message. Ich habe dem Film sogar ein Bild gewidmet 😀

An Serien habe ich ansonsten nur noch „Pretty Little Liars“ endlich beendet. Puh, das waren endlos viele Folgen! Ich muss ehrlich sein, von mir aus hätte man gut die Hälfte streichen können. Im Endeffekt lief so vieles gleich ab – alle Hinweisen deuten auf die eine Person, die es im Endeffekt dann doch nicht ist. Aber besonders die ersten zwei Staffeln haben mir noch wirklich viel Spaß gemacht!

Wie immer habe ich viele Dokus und Beiträge gesehen (besonders alles von Harald Lesch war im März sehr präsent aber auch die Africa Dokus auf Netflix haben sich an verkaterten Tagen bezahlt gemacht) aber eine Doku fand ich besonders unterhaltsam: Beltracchi – Die Kunst der Fälschung. Ein Film über einen deutschen Kunstfälscher, der 2011 verurteilt wurde. Noch heute hängen wahrscheinlich noch irgendwo Fälschungen von ihm rum, denn er hat einfach absolut krasse Bilder produziert. Ich glaube dazu werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben und mein kunsthistorisches Wissen miteinfließen lassen 😀 Mir hat die Doku vor allem wegen Beltracchi selbst so gut gefallen. Der Typ ist einfach ein absolutes Genie! Und mir persönlich auch ziemlich sympathisch. Er ist super witzig und gnadenlos ehrlich (ironisch, dass über einen Menschen zu sagen, der sein Leben als Lüge gelebt hat), auch wenn es so rüberkommt, als hätte er eine kleine narzisstische Ader. Egal, die Doku ist definitiv eine riesen Empfehlung von mir!

Jetzt Anfang April bin ich wieder total im Hörbuchfieber, allerdings standen die Dinge im Februar und März noch anders. Drei Hörbücher wurden es insgesamt nur und alle drei spielen in der Mythos-Academy. Frostkuss, Frostfluch und Frostherz sind die ersten drei Teile dieser Reihe und ich muss zugeben, dass ich die Geschichte um Gwen Frost wirklich gerne gehört habe. Die Geschichte an sich ist nicht Besonderes und läuft quasi nach Schema F ab. Lediglich ihre Form von Magie ist etwas sehr Ungewöhnliches, was das Ganze wieder interessant gemacht hat. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich mir die anderen Bände noch holen werde. Genau wie bei der „Gezeichnet“ Reihe finde ich auch hier, dass man einfach so viel hätte weglassen können und sich einfach auf ne Trilogie (mit einem Spin off eventuell) hätte beschränken sollen. Die eigentliche Story gibt so viele Bände echt nicht her und deswegen gibt es echt viel unnötige Handlungsstränge.

 

Musikalisch war es sehr durchmischt, was ich jedoch extrem viel gehört habe war das Album „If You Leave“ von Daughter. Besonders die Songs „Youth“ und „Still“ haben es mir so angetan!

Ein Kommentar zu „Gelesen, Gesehen, Gehört im Februar und März 2018 – Von Kindheit, Kunstfälschern und Berührungsmagierinnen“

  1. Da hast du doch einiges geschafft! Gefühlt mehr als ich seit Beginn des Jahres, haha. 😀
    Bei den Witch-Comics wurde ich ja gerade hart in meine Kindheit zurückgeworfen. Die habe ich so gerne früher bei Freunden durchgeblättert! <3
    Mind Blown hat mich ein bisschen überrascht, wenn ich ehrlich bin. Ich bin dem Youtube-Kanal mal gefolgt und wusste gar nicht, dass der ein Buch rausgebracht hat. Aber naja.. Welcher Youtuber macht das heutzutage nicht.. 😀
    Mother habe ich übrigens auch geliebt! (Obwohl es ein bisschen Zeit zum sacken brauchte, und ein Video von ScreenPrism, bis ich wirklich alles geschallt hatte)
    Und die Doku werde ich mir definitiv mal auf meine To Watch Liste setzen, die klingt richtig richtig gut! 🙂

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