Die langersehnte Leiter aus meinem Motivationsloch

Ich bin vermutlich gerade das beste Beispiel für personifizierte Prokrastination. Zehntausend Pläne und eine volle To Do-Liste aber die Häkchen bleiben aus. Dafür wird die Wohnung vermehrt geputzt und auch mehr Serien sowie Filme in die Trakingapp eingetragen. Das abendliche „Ich bin stolz auf das, was ich heute erreicht hab“-Gefühl bleibt völlig aus – kein Wunder!

Über einen Monat war es ruhig auf meinem Blog und das lag nicht daran, dass ich plötzlich keine Lust mehr aufs Schreiben habe (glaube das passiert in diesem Leben nicht mehr). Nein stattdessen hatte ich zu viel zu tun, ohne tatsächlich etwas davon getan zu haben. Klingt merkwürdig, ich weiß. Irgendwie wusste ich nicht genau, wo es hingehen soll und deswegen wurde alles nur so halb und nichts richtig gemacht. Ja, ich habe die ersten Videos für Youtube aufgenommen aber noch nicht geschnitten. Ja, ich habe Rezensionsexemplare gelesen, aber noch keinen Text dazu verfasst.

Mir haben definitiv die konkreten Ziele gefehlt: Ich wusste, dass ich einen Youtube-Kanal eröffnen möchte aber eigentlich hatte ich keine Vorstellung davon, was genau mein Konzept dort sein soll. Also habe ich quasi wahllos aufgenommen. Für den Blog hatte ich keine Motivation, weil es sogar im Raum stand, hier komplett aufzuhören und stattdessen alles in Videoform hochzuladen. Auch zum Sport konnte ich mich nach 1 ½ Wochen Zwangspause durch die Kupferkette kaum noch hochraffen, weil ich in der Zeit auch noch richtig schlecht gegessen hatte und dachte, dass ich mir meine Trainingserfolge eh wieder zerstört habe. Guess what, tatsächlich lief das Training sogar nach 3 Wochen genauso gut wie davor, sogar die Gewichte steigern konnte ich.

Lediglich mit der Kunst lief es gut, ich schätze, dass es daran liegt, dass ich genau weiß was ich da erreichen will. Lediglich auf Instagram könnte ich mir wieder mehr Mühe mit dem regelmäßig posten geben.

Was mir auch immer sehr hilft, ist es, sich mit motivierenden Menschen zu umgeben. Menschen beobachten, die ihren Weg kontinuierlich gehen und auch größeren Steinen gekonnt ausweichen. Oder wieder aufstehen, wenn sie doch mal gefallen sind. Dafür muss man sich selbst aber gut genug kennen, damit das Ganze nicht ins Gegenteil ausartet – wenn dich erfolgreiche oder disziplinierte Menschen eher neidisch machen, bringt das Ganze nichts. Neid und Missgunst werden das Motivationsloch nur noch weiter verstärken – immerhin wurden der anderen Person locker 233443 Möglichkeiten offenbart, die dir gar nicht zur Verfügung stehen und das ist eh alles unfair! Du weißt Bescheid 😉

Also was können wir bis hierhin festhalten? Ein genaues Ziel scheint A und O zu sein. Damit steht und fällt, zumindest bei mir, alles. Das heißt wenn du ein neues Projekt (wie zum Beispiel Youtube) angehen möchtest, überlege dir vorher ganz genau, was du dort machen willst. Schreibe dir dein Konzept auf und drehe vielleicht schon mal ein paar Beispielvideos, um zu sehen, ob dir das wirklich liegt und Spaß macht.  Schwankungen in der Motivation sind ganz normal! Wenn du allerdings ein Ziel vor Augen hast ist es viel einfacher am Ball zu bleiben und trotzdem daran zu arbeiten. Denn Disziplin hat nichts mit Motivation zu tun!

 

 

Bildquelle:  https://magdeleine.co/photo-joy-stamp-n-1017/

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