Mach doch keinen Müll – 10 Tipps für weniger Plastikverbrauch

Wie du bei dem Beitrag „Was ich mir von 2018 wünsche“ lesen konntest, möchte ich 2018 meinen Plastikkonsum noch(mal) weiter verringern. Deswegen habe ich mir mal meine Grundsätze bei dem Thema aufgeschrieben und dachte, dass sie vielleicht auch noch einer anderen Person hier auf dem Blog helfen können. 



Kein Wasser aus Plastikflaschen.

Ein Punkt, den wir aus einem ganz anderen Grund angefangen haben – wir wohnen nämlich im fünften Stock. Da will man kein abgefülltes Wasser schleppen. In Mannheim ist das Leitungswasser aber sehr hart und unsere Rohre alt – es schmeckt furchtbar. Deswegen haben wir uns einen Filter besorgt, damit wir es problemlos trinken können. So sparen wir uns Arbeit, Geld und Platikmüll.
Keine Plastiktaschen.

Mittlerweile bekommt man die zum Glück eh kaum noch an der Kasse zu kaufen. Einfach eine Tasche einstecken, wenn man einkaufen geht, oder immer einen zusammengefalteten Jutebeutel in der Handtasche/Rucksack dabei haben für Spontaneinkäufe. Die nehmen null Platz weg.
Was da aber auch dazu zählt sind die kleinen Plastikbeutel für unverpacktes Obst und Gemüse. Ich meine es ist unverpackt! Wieso sollte man es dann trotzdem in Plastik stecken? 
Viele Sachen wie Karotten und Kartoffeln lassen sich wunderbar einfach lose in die Einkaufstasche stecken.  Für Pilze, Tomaten, Trauben und so weiter kann man sich Tüten zuhause aufheben und die immer wieder zum Einkaufen mitnehmen.

Suche nach einem Laden, der Obst und Gemüse unverpackt da hat.

In unserem Fall ist das ein kleiner türkischer Supermarkt um die Ecke. Da gibt es alles unverpackt (sogar Pilze und Cherry Tomaten) und sie achten darauf, dass es so regional und saisonal wie eben möglich ist. Und es ist meist sogar günstiger als bei den großen Supermärkten.
Vermeide „Einweg“-Dinge.

Gemeint sind To-Go-Becher, Einwegrasierer, Einweggrills, Einwegflaschen. Ersteres und letzteres gibt es leider wirklich viel zu viel und wie der Name schon sagt – sie werden einmal benutzt und dann weggeworfen! Das lässt sich mit zahlreichen Alternativen vermeiden.
Selbst kochen!

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich – Wieso spart man damit Plastikmüll? Wenn du dich im Geschäft umschaust wirst du feststellen, welche Dinge in der Regel doppelt und dreifach verpackt sind, nämlich Fertigprodukte. Diese so gut es geht zu vermeiden hilft der Gesundheit und der Umwelt.
Meal Prep.

Essen vorkochen? Ich meine damit nicht das in der Fitnessszene praktizierte Vorkochen für eine ganze Woche, sondern schlichtweg, dass man sich morgens oder am Vorabend überlegen soll, was man den Tag über essen will. Jeder von uns kennt das – man ist den ganzen Tag on Tour und dann kommt überraschenderweise der Hunger. Man hat nichts dabei, wer hätte schon damit rechnen können, dass man bei einem anstrengenden Tag hungrig wird? Also schnell in einen Laden was Fertiges kaufen, zum Beispiel einen Salat in einer Plastikschale. 
Ich denke du merkst, worauf ich hinaus will 😉

Machs dir selbst.

Reißerischer Titel mit unschuldiger Message: Viele Sachen, die es fertig und verpackt zu kaufen gibt lassen sich ganz einfach selbst zuhause herstellen. Nur ein Beispiel ist Pflanzenmilch aus Reis, Haselnüssen, Mandeln oder ähnlichem. Jeder mit einem Mixer kann sich die Tetrapacks der fertigen Milch problemlos sparen.
Vor Ort kaufen statt zu bestellen.

Wer kennt es nicht. Man bestellt was und bekommt mehr Verpackung als Produkt. Das lässt sich wirklich einfach vermeiden, in dem man es in einem Laden kauft, statt es überhaupt zu bestellen. Sofern es sowas im Laden gibt natürlich. Aber gerade auf Amazon bekommt man soooooo viel, was man locker überall vor Ort bekommt.
Weniger ist mehr.

Grundsätzlich mal die Konsumgewohnheiten überdenken. Braucht man gewisse Dinge wirklich? Gerade wenn es sich um verpackte Sachen handelt vielleicht zweimal nachdenken. Gibt es Alternativen ohne Verpackung, wenn ich es wirklich haben will?
Sei nicht zu streng.

Es kann wahnsinnig überwältigen, wenn man anfängt auf seinen Müll zu achten. So vieles, wo man ohne einen Unverpackt-Laden gar keine Alternativen hat wie bei Hülsenfrüchten, Reis, Nudeln etc. Und so füllt sich die Abfalltonne trotz Bemühungen stetig weiter. 
Aber sie tut es langsamer! Und das ist gerade für den Anfang ein riesen Erfolg.

Auch ich bin noch in der Umstellungsphase und lange nicht zufrieden. Aber der erste Schritt ist getan – das Umdenken.

4 Kommentare zu „Mach doch keinen Müll – 10 Tipps für weniger Plastikverbrauch“

  1. Hallo Celine,

    wir haben früher viele Säfte, Limos/Sprudel gekauft. Irgendwann haben wir auf SodaStream umgestellt, vordergründig wegen dem Zucker in den Getränken. Sehr schnell ist uns aufgefallen, dass wir nur noch selten Pfandflaschen zurückgeben mussten, da wir kaum noch Getränke in Pfandflaschen kauften. Nur ein hilfreicher Rat für die, die den Geschmack von Wasser ohne Aroma nicht ausstehen können.
    Bezüglich Reis und Nüsse: Ich verstehe, dass weniger mehr sein kann, aber wenn es um Reis geht, kaufe ich gerne beim asiatischen/türkischen Lebensmittelladen gleich die 10 kg Säcke oder noch größere Mengen. Die halten zwar ewig in einem 1-2 Personenhaushalt, aber Reis wird auch nicht wirklich schlecht, Hauptsache irgendwo im Abstellkammer oder sonst wo ist noch Platz zum Bunkern da… Ist zwar keine wirkliche Vermeidung von Plastik, aber der Verbrauch ist deutlich verringert.

    Gruß,
    Melem

  2. Hallo Celine!
    Das sind wirklich tolle Tipps! Das mit dem Wasser-Filter höre ich immer öfters und ich werde mir definitiv überlegen, mir auch so etwas zuzulegen. Vielleicht auch eine Sprudelmaschine (ich mag kein Wasser ohne Kohlensäure). Das mit dem losen Einkaufen mache ich auch schon immer. Ich lege inzwischen auch meine Tomaten lose in den Einkaufswagen. Gerade bei dem diesem Thema muss ich immer kopfschüttelnd an die Amerikaner denken. Wenn ich da immer Videos sehe, wo die Leute mit zwanzig Plastik-Tüten aus dem Supermarkt wandern bekomm ich die Krise! Ich finde ein gute Alternative neben den Stoff und Papiertaschen, sind auch diese kleinen Taschen zum Zusammenfalten. Die sind zwar auch aus Nylon, aber es ist zumindest mal ein Anfang, da man sie nur einmalig kaufen muss.

    Tübingen hat inzwischen eine Aktion gestartet um die To-Go-Pappbecher zu reduzieren. Hier kann man mit seinem eigenen To-Go-Becher oder seiner Tasse in den Laden gehen. Finde ich super!

    Viel Erfolg mit deiner Umsetzung & liebe Grüße,
    Pia

    von http://www.pialalama.wordpress.com

  3. Salut! Zur Pflanzenmilch habe ich eine Frage: Was ist dein Geheimrezept? Ich habe es schon mit Hafermilch probiert (unser Favorit), aber das Ergebnis war weder lecker noch krümelfrei (trotz Nussbeutel). Ich fand, im Kaffee haben sich schnell Krümel abgesetzt und außerdem war die Crema dann irgendwie schleimig. Ich würde so gerne Pflanzenmilch selber machen, weil die gekauften Tetrapacks so viel Müll erzeugen!

    Und dann habe ich noch einen Tipp für dich: Kennst du die Naturseifen-Manufaktur in der Uckermark? Da gibt es großartige feste Shampoos, diesehr gut pflegen (kein Vergleich zu Haarseifen!) und ganz ohne Plastik kommen. Außerdem creme ich mich gerade durch die Hautpflege. Absolut großartige Pflegeleistung und ohne Plastik (teilweise mit Plastiktiegel, der aber zurückgeschickt werden kann; der wird dann wiederaufbereitet und du bekommst einen Gutschein). Schau mal: https://www.naturseifen-manufaktur.de/

    Liebe Grüße und ein schönes 2018,
    Romy

  4. Die Naturseifenmanufaktur in der Uckermark wollte ich auch gerade vorstellen. 😉
    Ich habe vor einiger Zeit damit angefangen, mein Bad plastikfrei zu machen und bis auf einige wenige Dinge klappt es auch. Und so ein eine hübsche Seife am Waschbecken sieht auch hübscher aus als eine Plastikflasche mit Flüssigseife. 😉

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