13 Tipps um mehr zu lesen! Leseroutine entwickeln


Auch wenn ich meine Goodreadschallenge verkackt habe, sind 70 Bücher im Jahr trotzdem nicht schlecht (Ich weiß, in der Buchbloggerszene lesen viele um die 200 im Jahr :D). Trotzdem habe ich mein Lesepensum enorm steigern können und genau diese Tipps will ich heute mit dir teilen. 


1. Setze dir realistische Ziele. Wenn du bisher vielleicht ein Buch im Monat liest, steigere deine Zahl langsam und nimm dir zum Beispiel zwei oder drei Bücher pro Monat vor. Wenn man sich direkt vornimmt „Ich lese jetzt 20 Bücher pro Monat“ und es dann (logischerweise) nicht erreicht, ist man nur enttäuscht und dann geht dir im schlimmsten Fall sogar noch die Lust am Lesen verloren. Ziele im Allgemeinen können aber sehr hilfreich sein, weil man diese eben einfach erreichen will! 


2. Ähnlich funktioniert der zweite Tipp. Lies worauf du Lust hast! Jeder kennt sie, diese Bücher die man angeblich unbedingt gelesen haben muss. Die Genre aus denen man die und die Bücher unbedingt kennen muss. Aber manchmal hat man da einfach keine Lust drauf. Manchmal will man eben einen einfachen Young Adult Roman lesen, statt Goethes „Faust“ – Und das ist völlig ok! Genauso verhält es sich bei Buchreihen. Nur weil ihr die ersten zwei Bände schon gelesen habt, heißt das nicht, dass du jetzt direkt den dritten Band lesen musst, obwohl du eigentlich gar keine Lust auf das Genre hast. Es spricht nichts dagegen, erst einmal etwas anderes zu lesen! 

3. Habe dein Buch IMMER dabei.Immer. Man weiß nie, wann die Bahn Verspätung hat oder sonstige unerwartete Wartezeiten auftreten und in solchen Momenten kann man dann immer mal wieder ein paar Seiten lesen und am Ende des Tages hat man dann 40 Seiten extra gelesen! Auch Kleinvieh macht Mist. Wenn du gar keine Lust hast, fünfhundert Seiten in Hardcover gebunden mitnehmen willst, greife  ab sofort besser zu den Taschenbüchern oder lege dir einen E-Reader zu, die sind klein und handlich und jeder hat dafür Platz!

4.  Teile deine Leseziele anderen mit. Es ist einfach, doch lieber ein bisschen Fernzusehen, statt zu lesen, wenn man alleine ist. Hat man allerdings anderen mitgeteilt, dass man momentan dieses und jenes Buch liest, erhöht das den Druck es zu beenden. Am allerbesten funktioniert das mit einem Lesepartner! Du kennst jemanden, der gerne ähnliche Geschichten liest wie du? Dann lest doch parallel das gleiche Buch, so könnt ihr euch in regelmäßigen Abständen darüber austauschen und man hat noch mehr Motivation weiterzulesen. Außerdem macht das einfach wahnsinnig Spaß und schweißt zusammen! 

5. Einfach Anfangen. Manchmal macht man sich zu viele Gedanken, ob einem ein gewisses Buch tatsächlich gefallen wird und dann liegt es wochenlang nur im Regal rum. Ich persönlich habe bisher wenig wirklich schlechte Bücher gelesen und abbrechen musste ich noch gar keins! Selbst die „langweilige Schullektüre“ hat sich im Endeffekt immer als gut herausgestellt, aber freiwillig hätte ich viele Bücher wohl nie begonnen. Deswegen einfach mal 20-40 Seiten lesen und dann ist man meistens schon so in der Geschichte drin und will das Ganze auch beenden. Das ist auch ein guter Tipp, wenn man gerne mal mehr aus anderen Genres lesen würde, aber einfach keinen Anfang findet.

6. Schaffe dir Zeiten speziell zum Lesen. Genauso wie man andere Routinen hat, sei es Sport oder sonstiges, soll auch Lesen zu einer Routine werden bei dir. Nimm dir zum Beispiel immer vorm Schlafen gehen 20 Minuten Zeit. Oder lese immer in der Bahn. Hauptsache du richtest dir feste Zeiten ein und siehst es genauso als Hobby an wie andere Dinge, für die man sich extra Zeit nimmt. 

7. Der Tipp überhaupt um schneller voranzukommen: Höre Hörbücher in Zeiten, in denen du nicht lesen kannst! Während dem Kochen oder Fertigmachen morgens kann man sich eher schwer hinsetzen und mal 20 Seiten lesen. Aber man kann sich ein Hörbuch anmachen und sich ein Kapitel vorlesen lassen! Dann liest man einfach dort weiter, wo man im Hörbuch aufgehört hat. Hier ist es wichtig zu beachten nur ungekürzte Hörbücher zu nehmen und einen Überblick zu behalten, wo man sich gerade im Buch befindet. 

8. Lass dich nicht ablenken. Wenn du dir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen nehmen willst, lass dein Handy oder sonstiges außer Reichweite. Konzentriere dich in dieser Zeit nur auf dein Buch, so wirst du viel schneller vorankommen und verlierst auch nicht den Faden der Geschichte, was schnell passiert, wenn man zwischendurch ständig auf sein Handy schaut. 

9. Schaffe dir eine gemütliche Lesesituation. Schnapp dir einen Tee oder Kaffee, eine kuschelige Decke oder was auch immer dich glücklich macht und pflanze dich an deinen Lieblingsort. So fällt es dir leichter dich nur auf dein Buch und die wunderbare Geschichte zu konzentrieren.

10. Habe eine Leseliste oder feste Auswahl an Büchern, die dich interessieren. Du bist fertig mit einem Buch und weißt nicht, was du jetzt lesen willst? Hier kann es schnell ausufern und man liest tagelang gar nichts. Statt lange zu suchen hilft ein Blick auf deine Liste mit Büchern, die du auf jeden Fall irgendwann noch lesen willst. Hier solltest du direkt Tipp Nummer 11 anwenden:

11. Schaffe Abwechslung! Wenn du dir eine Leseliste anlegst, oder dir viele Bücher im Voraus zulegst, achte darauf, mehrere Genres abzudecken. Wenn du momentan gerne Dystopien liest, solltest du dir trotzdem nicht nur Dystopien auf deine Liste setzen. Suche dir aus mehreren Bereichen für dich interessante Bücher, so kannst du sie dir direkt greifen wenn du merkst, dass du auf diese Richtung Lust hast.

12. Geld sollte keine Hürde sein. Neue Bücher sind teuer, und wenn man erstmal so weit ist und zwei Bücher die Woche liest, kann das schnell den finanziellen Rahmen sprengen. Deswegen solltest du dir auch mal gebrauchte Bücher kaufen! Empfehlenswert sind ReBuy, eBay, Medimops etc… So kommt man zum Beispiel mit 15 Euro an die KOMPLETTE Harry Potter Reihe im Hardcover! Außerdem gibt es auch immer noch die gute alte Bibliothek. 

13. Lesen soll Spaß machen. Setze dich nicht zu sehr unter Druck. Mir persönlich hilft zum Beispiel ein festes Leseziel pro Monat oder Jahr, ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass es vielen anderen gar nicht hilft oder sogar das Gegenteil bewirkt. Finde heraus, was für dich funktioniert und betrachte Lesen als dein Hobby, nicht als etwas dass du tun musst! 

10 Kommentare zu „13 Tipps um mehr zu lesen! Leseroutine entwickeln“

  1. Ich lese so zwischen 50 und 70 Büchern im Jahr. Eine Tipps finde ich klasse. Ich habe mir inzwischen auch wieder angewöhnt immer ein Buch bei mir zu haben. So vergehen Wartezeiten eh viel schneller als ohne. Deinen letzten Tipp finde ich am besten. Es soll Spaß machen und keine Pflichterfüllung sein, deshalb selektiere ich inzwischen meine Rezensionsanfragen sehr genau. Sie das Cover wirklich nach meinem Geschmack aus und kann der Klappentext mich wirklich fesseln? Nur wenn ich beides mit Ja beantworten kann nehme ich die Anfrage an. Denn so toll Rezensionsexemplare auch sind, wenn es einem nicht gefällt, können es sehr anstrengende Lesestunden werden.

    LG Kerstin

  2. Super coole Tipps!
    Die meisten davon mache ich schon so nebenher, aber ich glaube insbesondere für Menschen die sich häufig fragen, wie man es schafft, so viel zu lesen, ist dieser Artikel sehr informativ 🙂
    Aber auch wir Vielleser müssen uns immer wieder klar machen, was das wichtige dabei ist, und das sollte ganz sicherlich nicht eine bestimmte Buchanzahl sein, sondern der Spaß an der Sache, die Abwechslung, und besonders die Kleinigkeiten, die man beachten kann, die aber viel auslösen, zB immer ein Buch dabei zu haben und sich kleine Lese-Nischen zu basteln. Das ist gold wert!

    Liebe Grüße,
    Nicci

  3. Bei mir sind es genauso viele 🙂 Dieses Jahr wurden es wieder 70, hatte mir aber eigentlich 80 als Ziel gesetzt. Aber dann beachte ich lieber meinen letzten Tipp anstatt einfach irgendwas zu lesen um die Statistik voll zu bekommen 😀

    Das mit den Reziexemplaren stimmt definitiv! da hatte ich leider einige in den letzten Monaten :/

    Grüße zurück!

  4. Ich find deine Tipps super: Denn die zeigen, dass Zwang gar nichts bringt und grundlegendste Voraussetzung ist, dass man sich zwischendurch bewusst Zeit nimmt!
    Danke dir 🙂
    Liebe Grüße, Katharina

  5. Bei mir ist die Leselust immer sehr periodisch und hing früher davon ab, ob ich nebenbei viel für die Uni und/oder als Lektor lesen musste. Mittlerweile lese ich sogar "privat" lieber, wenn ich zum Beispiel trockenen Unikram lesen muss, darüber bin ich sehr glücklich.
    Mein größtes Problem ist, glaub ich, dass ich gerne zwischen verschiedenen Werken springen (also ich lese auch viel Zeitschriften zum Beispiel), sodass ich manchmal in einem Monat gar kein Buch auslese, dann aber 3-4 in einer Woche 😀 Wobei ich jetzt grad überlege, ob das wirklich so ein Problem ist, was sagst du zum Thema "Paralleles Lesen von mehreren Büchern"? Bei mir sind es teilweise 4-5 😀

  6. Ja es ist eben auch eher für die Menschen gedacht, da ich wirklich oft verwundert angeschaut werde wenn ich erzähle wie viel ich so lese 😀
    Gegen Ende des Jahres bin ich in eine richtige Leseflaute gerutscht, weil ich besonders an einigen Rezensionsexemplaren einfach keinen Spaß hatte wie du sagtest. Und das ist eben das Wichtigste! Deswegen musste ich mir meine eigenen Tipps überhaupt mal wieder vor Augen führen, was total verrückt klingt 😀

  7. Mir geht es ziemlich ähnlich! 😀 Wobei ich absolut nicht parallel lesen kann. Das Einzige was funktioniert ist meine Monatszeitung parallel zu einem Buch, das ist aber das höchste der Gefühle. Irgendwie lege ich lieber meine komplette Aufmerksamkeit auf eine Sache und fange erst was Neues an, wenn das Alte beendet ist. Da kommt man manchmal aber sehr langsam voran, wenn es ein Buch ist, dass nicht soo viel Spaß macht!
    Deswegen bewundere ich Menschen eher, die so viel parallel lesen können 😀 Dafür ist mein Gehirn irgendwie nicht.

  8. Früher war das bei mir auch so, aber das Studium hat mich wohl dahingehend etwas versaut, dass ich da sowieso mehrere Werke nebenher lesen musste, so hab ich mir das wohl angewöhnt. Aber ich bin oft über mich selbst erstaunt, dass ich selbst nach Monaten noch weiß, was in einem Buch passiert ist, wenn ich es wieder in die Hand nehme 😀 Und ja, Bücher, die nicht viel Spaß machen, ist auch so ein Thema, das ich im Studium gelernt habe; mein Trick ist dann auf andere Dinge zu achten, die mir Spaß machen oder "was bringen". Also ich analysiere dann, was ich doof finde und überlege, wie es vielleicht noch besser werden kann usw.

  9. Ich finde, das klingt überhaupt nicht verrückt 🙂
    Wenn man solche Beiträge verfasst denkt man ja auch intensiv über das Thema nach und sammelt dann alles. Das macht man ja nicht unbedingt täglich 😀
    Ich werde auch oft verwundert angeschaut. Und meist sage ich dann sowas (für uns) banales wie: ich lese halt jeden Abend, und wenn es nur 30 Minuten sind. Und dann kommt: ach, verrückt. Sollte ich vielleicht auch mal machen.
    Es könnte so einfach sein.

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