Gelesen, Gesehen, Gehört November – Von Attentätern, Drachen und Raumschiffen

Wow, was war das denn für ein Monat? Was habe ich mit meiner Zeit angestellt? Eins steht fest – Ich hab sie definitiv nicht in Lesen, Filme oder Serien investiert!

Ich habe zwar nur  drei Bücher geschafft, aber es waren drei, die mir allesamt ziemlich gut gefallen haben! Angefangen hat der Monat mit Iskari von Kristen Ciccarelli, ein Buch das in mir Dothraki- und Eragongefühle geweckt hat. 

„Als kleines Kind lockte Asha einst Kozu herbei, den mächtigsten aller Drachen. Er gab vor, ihr Freund zu sein, doch dann flog er auf und vernichtete mit seinen mörderischen Flammen Ashas Heimatstadt. Um die unverzeihliche Schuld, die sie damit auf sich geladen hat, zu sühnen, ist sie eine Iskari geworden, eine Drachentöterin – die beste und mutigste. Doch ihre größte Prüfung steht noch bevor. Denn ihr Vater, der König, stellt ihr ein schreckliches Ultimatum. Entweder befreit sie das Land endgültig von Kozu – oder sie muss den ihr verhassten Jarek heiraten. Aber Kozu ist unbesiegbar, der Kampf mit ihm selbst für eine Iskari viel zu schwer. Doch Asha ist nicht allein, denn plötzlich stellt sich jemand an ihre Seite. Jemand, der sie noch nicht einmal ansehen dürfte: Torwin, der geheimnisvolle Sklave Jareks“ – Klappentext

Ich muss zugeben, dass ich Asha zuerst ziemlich unsympathisch fand und eigentlich nur weiter gelesen habe, weil ich die Idee der Geschichte so faszinierend fand. Die alten Geschichten haben es mir wirklich angetan und ich finde es so cool, dass es immer ein Kapitel der aktuellen Geschichte gibt und dann ein Kapitel mit einer alten Geschichte (die Seiten sind zusätzlich besonders ansprechend gestaltet). Der Schreibstil ist genau mein Ding, teilweise aber sehr parataktisch. Das muss man mögen, ist sicher nicht für jeden etwas. Auch das Cover finde ich grundsätzlich unglaublich schön, finde nur die Darstellung ihres Messers unglücklich gewählt. Es sieht aus wie das 15€ Messer aus dem Ikea und gar nicht wie ihre Kampfaxt oder eine orientalische Klinge. Trotzdem ist es ein wirklich gutes Buch und ich bin mir sicher, dass es auch andere Fantasyfreunde überzeugen kann!


Weiter ging es mit „Verstecken gilt nicht“ von Melina Royer. Sie nennt es selbst sehr liebevoll ein „Mutmachbuch“ für die Schüchternen dieser Welt, einsortiert wird es aber wahrscheinlich bei Self Help. Ich möchte gar nicht so ausführlich drauf eingehen, da ich eine ausführliche Rezension hochgeladen habe (klicke einfach hier). Nur so viel – es hat mir wirklich extrem geholfen, die Gestaltung ist wunderschön und der Schreibstil sehr humorvoll aber auch pointiert.  

Das letzte Buch (welches ich genau genommen erst am ersten Dezember beendet habe) war Constellation von Claudia Gray. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob mich der Klappentext oder das Cover mehr überzeugt hat! 

„Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. Als sie in einem verlassenen Raumschiff nach Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin sucht, trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Gleichzeitig aber muss Abel dem ranghöchsten Menschen an Bord gehorchen. So gelingt es Noemi, ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch aus Fleisch und Blut. Je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt auch wie ein Mensch. Bald steht er längst nicht mehr nur aus programmiertem Gehorsam zu ihr. Aber ist er wirklich frei, alles für sie zu tun?“ – Klappentext 

Am meisten überzeugt hat mich definitiv Abels Darstellung. Seine Charakter- und Denkweise wird wirklich komplett anders formuliert als die von Noemi. Die Perspektive wechselt immer zwischen den beiden hin und her und man kann alleine am Schreibstil erkennen, um wen es gerade geht. Die Geschichte fand ich auch ziemlich gut, wenn auch stellenweise etwas zu schnell und vorhersehbar. Alle Nebencharaktere sind sehr blass dargestellt, da hoffe ich auf etwas Ausführliches in den Folgebänden! Normalerweise stehe ich gar nicht auf so Weltraumgeschichten, aber diese hier konnte mich überzeugen.
Hier kommst du zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/Constellation-Gegen-alle-Sterne/Claudia-Gray/cbj/e502451.rhd


Gesehen habe ich natürlich die zweite Staffel von Stranger Things! Ich muss sagen, dass ich 1-2 Folgen ein wenig enttäuschend fand aber im Großen und Ganzen konnte sie mich mal wieder überzeugen. Die Kinder sind mir irgendwie richtig ans Herz gewachsen 😀 Finde es zu dem auch angenehm, dass die Staffeln immer so kurz sind. Pretty Little Liars zieht sich zum Beispiel momentan viel zu sehr als dass ich weiterschauen möchte. Das hätte man alles viel prägnanter darstellen können. 

Ich möchte nicht zu sehr auf den Inhalt von Stranger Things eingehen, da es eben die zweite Staffel ist, aber wenn du die Serie noch nicht kennst musst du das definitiv nachholen!

Auch bei Riverdale schaue ich derzeit jeden Donnerstag die aktuelle Folge der zweiten Staffel. Sie fesselt mich nicht mehr gaaaanz so sehr wie die erste Staffel, was aber sicher auch daran liegt, dass ich sie nicht bingewatchen kann 😀 Jugheads Wandlung gefällt mir aber extrem gut! Bin froh, dass er jetzt so viel Screentime bekommt.

Am ersten Novemberwochenende haben wir mit Freunden bei uns Halloween nachgeholt und einen Filmeabend gemacht. Das war wirklich eine schöne Sache! Definitiv empfehlenswert. Geschaut haben wir eher so Klassiker, die aber erstaunlicherweise nicht jeder kannte. Das waren zum einen:

Halloween, Tucker and Dale vs Evil (eher eine Komödie, war der beste Film am Abend! :D)

und Freddy vs. Jason

Danach kamen tatsächlich keine Filme in dem Sinne mehr. War auch den kompletten November über nicht einmal im Kino! Dafür habe ich aber noch einige (sehr empfehlenswerte)  Dokus gesehen. 

Die erste war „Food Choices” auf Netflix (gerade gesehen dass sie wohl auch auf Youtube komplett ist). Eine Doku über Ernährung, die so ziemlich alles abdeckt – Von Gesundheit, Umwelt bis zu Tierrechten ist alles dabei. Der Großteil liegt aber bei dem Gesundheitsaspekt, was ich sehr interessant fand. Es ist wirklich gut recherchiert und wirkt nicht so „verblendet“ wie manche Veganer alles darstellen 😀

Als nächstes kam dann direkt einen Tag später „Minimalism“, eine Doku über zwei Männer aus den Staaten, die Minimalismus ziemlich vorangetrieben haben. Sie halten regelmäßig Vorträge über die wichtigen Dinge im Leben und viele Sätze in der Dokumentation sind so richtige Augenöffnermomente gewesen. Sehr empfehlenswert.

Sehr kurz darauf habe ich „A Plastic Ocean“ gesehen. Der Titel sagt schon ziemlich genau, um was es geht. Jeder von uns weiß, dass unsere Meere immer mehr Plastikabfall gespeist bekommen, aber das wahre Ausmaß und die Folgen scheinen nicht wirklich ins Bewusstsein gerückt zu sein – Sonst würde sich definitiv was tun! Viele Szenen haben mich schockiert und gerade einige Bilder am Anfang sind leider auch nichts für empfindliche Menschen die keine toten/verstümmelten/leidenden Tiere sehen können. Trotz allem geht die Doku nicht nur auf die Tiere ein, sondern auch auf Menschen und den kompletten Planeten, die mittlerweile alle massiv beeinflusst sind davon. 


Ansonsten habe ich noch einige Dokus über die Maya, Ägypter, das Mittelalter in Europa, die größten Epidemien der Geschichte und die Pest angesehen. Sowas läuft bei mir oft nebenbei, wenn ich aufräume, male, koche oder sonst was. Sind meistens Dokus auf Youtube die ursprünglich auf Mdr, arte oder so liefen 😊


Gehört habe ich diesen Monat nur zwei Hörbücher, das war zum einen Everflame 1, was mich anfangs wirklich verwirrt hat, was da nun abgeht. Nach und nach habe ich dann besser durchblicken können und am Schluss war ich richtig gefesselt. Doppelt enttäuscht war ich deswegen, als ich bemerkt habe, dass es den zweiten und dritten Band gar nicht als Hörbuch gibt! Die Sprecherin hat das sooo gut gemacht. 


Deswegen habe ich mir danach ein neues ausgesucht, nämlich „Kuss der Lüge“, was tatsächlich spannender und weniger kitschig war, als ich vermutet habe. Auch hier muss ich mal wieder zugeben, dass das Buch nicht umsonst ghypted war. Auch vorgelesen funktioniert es wirklich gut, für alle drei Personen gibt es verschiedene Sprecher, sodass man sie nach einer Weile schon direkt an der Stimme erkennen kann. Zum Ende hin wurde dann so viel Spannung aufgebaut, dass ich mir direkt den zweiten Teil holen musste!


Liebstes Album war definitiv In Case you missed it von Daisyhead, eine recht kleine Band aus Tennessee, die in Mannheim vor wenigen Leuten gespielt hat. Trotzdem war das Konzert echt schön und die Platte ist noch viel besser!

3 Kommentare zu „Gelesen, Gesehen, Gehört November – Von Attentätern, Drachen und Raumschiffen“

  1. Hey!
    Iskari fand ich richtig gut, auch mir gefielen die alten Geschichten und besonders die optische Aufmachung der Seiten total gut 🙂
    Verstecken gilt nicht und Constellation stehen auf meiner Wunschliste, die interessieren mich beide sehr.
    Voll cool, dass du zwischendurch Dokus und sowas schaust. Die genannten gibts alle bei Netflix? Da muss ich mal stöbern.
    Deine Fotos sind übrigens (wie eigentlich immer) suuuuper schön!
    Total beknackte Frage, aber: welchen Plattenspieler benutzt du?
    Ich möchte mir auch gerne einen zulegen, habe da aber so gar keine Ahnung.

    Liebe Grüße,
    Nicci

  2. Hey! Vielen lieben Dank erst mal zu dem Kompliment mit den Bildern :3 sowas liest man doch gerne am morgen.

    ja ich schaue Dokus derzeit fast immer auf Netflix oder eben Youtube 🙂
    Die laufen ganz oft auch einfach nebenbei, zum Beispiel beim Kochen.

    Gar keine doofe Frage 😀 Da hat sich auch mein Freund drum gekümmert und den gekauft, ich hab da auch nicht wirklich Ahnung von. Sind leider auch eher teuere Sachen, weil er eben nicht mehr im Studium ist und Vollverdiener ist. Der Plattenspieler ist von Audio Technica (AT-LP120USBHC), der Verstärker von Yamaha (leider keine ahnung wie der genau heißt) und die Boxen von Dali (Zensor AX 1). Gibt aber sicher auch günstigere Alternativen und eventuell sogar gebraucht 🙂 Gerade beim Verstärker muss man sich nicht so nen Abriss geben 😀 Die Anlage ist eigentlich auch bisschen zu groß für ein Wohnzimmer in einem Mehrfamilienhaus, da kann man die Leistung gar nicht richtig nutzen..

    Grüße zurück!

  3. Super cool, das muss ich unbedingt mal testen! 🙂
    Bei dir gibt's echt immer einiges zu entdecken, richtig toll.

    Ah okay, vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich bin zwar auch ein Arbeiter, aber ich glaube ich will dafür trotzdem nicht sooo viel Geld ausgeben, hihi. Zumal meine Wohnung nicht sehr groß ist und so eine komplette Anlage vermutlich viel zu viel Platz weg nehmen würde. Habe mal bei Amazon geschaut und ganz coole Teile gefunden, zum Teil in so Koffern drin, zum Transportieren. Und mit eigenen Lautsprechern. Mal schauen 🙂

    Schönen Sonntag dir!

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